Kran frei für Fantasie – wie ein Baukran zum Dauergast wurde
Manche Menschen pflanzen einen Baum, andere bauen ein Haus – und wir? Wir besitzen jetzt einen Baukran. Also, fast. Er steht auf unserem Grundstück. Seit Monaten. Ohne Auftrag. Ohne Vertrag. Ohne Bewegung. Aber mit viel Symbolkraft. Dieser Kran wurde einst liebevoll von einem Subunternehmer herangebracht, um unser Traumhaus mitzuerrichten. Seitdem hat sich vieles geändert: Verträge wurden gekündigt, Fristen gesetzt, neue Handwerker beauftragt. Nur der Kran – der ist geblieben. Treu. Still. Unerschütterlich. Wir nennen ihn inzwischen Kevin. Kevin der Kran. Kevin steht nicht einfach nur da – Kevin steht im Weg. Er blockiert den weiteren Bau, den Fortschritt, die Motivation und gelegentlich auch den Blick aufs Abendrot. Wir haben höflich gebeten. Wir haben rechtlich erinnert. Wir haben Fristen gesetzt. Kevin blieb. Dabei ist Kevins Rückreise gar nicht so einfach. Er steht nämlich überbaut von unserer Garage. Will heißen: Seine Demontage erfordert einen Autokran – was ungefähr so günstig i...